Reminyl
Das Alkaloid wird heute vorwiegend als Antidementivum zur Behandlung von Demenzen, insbesondere Alzheimer (hierbei entsteht ein Mangel an Acetylcholin, kurz ACh, einem Neurotransmitter) eingesetzt.
Galantamin führt durch einen dualen Wirkmechanismus (Modulation von nikotinergen Acetylcholin-Rezeptoren und Hemmung der Acetylcholinesterase) zu eine...
Das Alkaloid wird heute vorwiegend als Antidementivum zur Behandlung von Demenzen, insbesondere Alzheimer (hierbei entsteht ein Mangel an Acetylcholin, kurz ACh, einem Neurotransmitter) eingesetzt.
Galantamin führt durch einen dualen Wirkmechanismus (Modulation von nikotinergen Acetylcholin-Rezeptoren und Hemmung der Acetylcholinesterase) zu einer Erhöhung der Acetylcholinkonzentration im synaptischen Spalt.

Anfangs setzte man den Wirkstoff unter anderem zur Aufhebung der durch Curare-Verbindungen ausgelösten Muskelentspannungen bei Operationen ein.
Noch heute nutzt man es wegen seines kompetetiven Antagonismus im Falle einer Organophosphat-, Soman-, Sarin-, VX- und Tabun-Vergiftung.
Bemerkenswert ist auch die starke, mit Morphin vergleichbare, analgetische Wirkung. Zudem besitzt Galantamin vagotone (parasympathikomimetische), kardioprotektive und antiinflammatorische (entzündungshemmende) Eigenschaften, die u. a. auch zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt werden können (Off-Label-Use).

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